RA Bütehorn

Häufige Irrtümer

1. Wir nehmen nur einen Anwalt

Das geht nicht, weil ein Anwalt allein nicht die Interessen beider Parteien wahrnehmen kann. Für die Durchführung der Scheidung kann allerdings unter Umständen die Vertretung nur einer Partei ausreichend sein.

2. Wenn ich die Scheidung nicht will, muss der andere drei Jahre warten

Auch das stimmt nicht. Will eine Partei die Scheidung nicht, so muss das Gericht die Zerrüttung feststellen, um die Ehe zu scheiden. In der Regel gelingt dies, so dass der Scheidungsunwillige häufig auch gegen seinen Willen geschieden wird. Leben die Parteien mehr als drei Jahre getrennt, braucht die Zerrüttung nicht mehr festgestellt zu werden. Dann wird sie vermutet.

3. Mir gehört von allem die Hälfte

Dies stimmt ebenfalls nicht. Durch Heirat wird niemand Eigentümer von fremdem Vermögen. Auch Erwerb während der Ehe führt nicht zwangsläufig zu einer Miteigentümerschaft. Anlässlich der Scheidung wird nur gemeinsames Vermögen geteilt. Der Rest wird gegebenfalls im Zugewinn auszugleichen sein.

Genaueres erfragen Sie bei mir bitte unter dem Stichwort "Güterstände".